Baden damals und heute: Eine Zeitreise

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Wussten Sie, dass es Badewannen schon sehr viel länger gibt als Duschen?  Einen sehr knapp bemessenen Vorreiter der heutigen, komfortablen Wanne im Eigenheim sieht man beispielsweise im TV-Klassiker „Ein echter Wiener geht nicht unter“. Damals fanden die Wannen – erst in der Küche, später im Badezimmer – Einzug in die eigenen vier Wände des Mittelstands. Werfen wir einen kurzen Blick zurück auf die Entwicklung der Wanne, wie wir sie heute kennen und schätzen gelernt haben. Natürlich eng verwoben mit gesellschaftlichen Ansichten und technologischen Fortschritten.

Die Anfänge des Badens

Die Themen Baden und Körperreinigung beschäftigen die Menschheit bereits seit den frühen Hochkulturen. Die Anfänge des Badens gehen ins Jahr 2000 v. Chr. zurück. In Herrscherkreisen sogar noch deutlich weiter: Im Palast von Mari in Mesopotamien wurde vor rund 4.500 Jahren das älteste Badezimmer der Welt entdeckt. Darin befand sich bereits eine im Boden eingelassene Sitzwanne. Genauer gesagt sogar zwei – eine zum Waschen und eine zum Baden im parfümierten Wasser.

Badekultur war sowohl bei den Griechen und viel mehr noch bei den Römern sehr geschätzt. Im Fokus stand das öffentliche Badewesen als Ort des Austauschs, der Entspannung, … man könnte sogar sagen, das soziale Leben fand hier statt. Von einer gemütlichen Wanne im Eigenheim für jedermann war man damals noch weit entfernt. Vielmehr waren diese Badeanlagen Vorreiter heutiger Thermen.

Mittelalter: Waschen macht krank

Etwas später dann, im Mittelalter, scheute das Volk das Wasser. Man fürchtete, dass durch die durch das Wasser geöffneten Poren tödliche Dünste in den Körper eindringen könnten. Und mehr noch: Schmutz galt als Schutzschicht. Und so wuschen sich die Menschen etwa 600 Jahre lang praktisch gar nicht bzw. nur sehr dürftig. Und das, obwohl Schwimmen zu den sieben „ritterlichen Fertigkeiten“ zählte und der Adel wohl auch schon Bäder besaß. Öfter als einmal im Monat zu baden, galt aber selbst in diesen Schichten als angeberisch. Um dem unangenehmen Geruch Herr zu werden, nutzte man Parfum in rauen Mengen.

Kehrtwende um 1700

Thermal- und Heilbäder begannen erst um 1700 wieder an Bedeutung zu gewinnen. Grund dafür war der jetzt vorherrschende allgemeine Glaube, Kohlendioxid und andere durch die Atmung aufgenommene Gifte könnten nur über die saubere Haut wieder ausgeschieden werden. Andernfalls würden sie im Körper verbleiben und krank machen. Es ging also um Gesundheit, nicht um Sauberkeit. Die Wanne musste somit weiterhin auf ihren großen Auftritt warten. Eine regelmäßige Körperpflege fand erst mit der Verlegung von Wasserleitungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts Einzug in die heimischen Haushalte. Der gute alte Waschtisch sollte bald ausgedient haben. 1888 waren bereits 90 % der Wohnhäuser ans Wassernetz angeschlossen, auf jeder Etage waren Bassenas zu finden. Parallel dazu verschwanden übrigens auch die Plumpsklos immer mehr. Sie wurden nach und nach durch Gangtoiletten in den Stiegenhäusern ersetzt.

Siegeszug der Badewanne

Der Startschuss für den Siegeszug der Badewanne war um 1910 mit der Erfindung von Porzellanemaille. Damit konnten große Stückzahlen hergestellt werden, der Preis sank deutlich. Noch günstiger war damals jedoch das „Frankfurter Bad“. Das war eine Waschgelegenheit, die in einer Nische in der Küche ihren Platz fand – so wie wir sie von Edmund Sackbauers Wohnung in „Ein echter Wiener geht nicht unter“ kennen. An einen eigenen Raum für die Wanne, an ein Badezimmer also, war noch nicht zu denken. Es sollte aber nicht mehr allzu lange dauern. Nämlich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Badezimmer etablierte sich zunehmend in Westeuropa, eine Wanne durfte hier natürlich nicht fehlen.

Vielfalt und Individualität im Trend

Heute gibt es Badewannen in unterschiedlichsten Formen, Größen, Farben und aus verschiedenen Materialien. Ob groß oder klein, alt oder neu, sie alle haben eines gemeinsam: Sie lassen sich nachträglich mit einer Wannentür ausstatten. So kann man auch dann noch die Vorzüge der Wanne genießen, wenn man nicht mehr topfit ist und das Über-die-Wanne-Steigen Probleme macht. Denn die Wanne ist eine Errungenschaft der Menschheit, auf die wohl kaum jemand gern verzichtet.

Gerne werten wir auch Ihre Wanne zuhause mit einer Wannentür auf. Ebnen Sie noch heute den Weg in die Wanne und fragen Sie unverbindlich bei uns an. Sie werden überrascht sein, wie schnell, sauber und günstig die Tür an ihrem Platz ist.

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